Umweltfaktoren

Umweltfaktoren spielen eine große Rolle bei der Krebsentstehung

Kontakt mit bestimmten Schadstoffen in der Umwelt oder am Arbeitsplatz können Krebs verursachen. Stoffe, deren krebserregende Wirkung bekannt ist, werden als Karzinogene bezeichnet.

Wir wissen beispielsweise, dass 9 von 10 Personen, die Kontakt mit Asbest hatten, am sogenannten Mesotheliom erkranken (eine seltene Art von Krebs, der sich in der Lunge und im Bauchraum entwickelt). Menschen, die in Branchen wie Schiffbau und Bau gearbeitet haben, können mit Asbest in Berührung gekommen sein. Seine Anwendung ist jetzt in Deutschland verboten, kann aber bei der Sanierung alter Gebäude auftreten.

Bestimmte Chemikalien, die in Färbereien, in der Gummi- und Gas-Produktion und anderen Bereichen der chemischen Industrie verwendet werden, stehen unter Verdacht Krebs zu verursachen. Achten Sie unbedingt auf die Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften an Ihrem Arbeitsplatz.

Zu umweltbedingten Ursachen gehört aber auch natürliche Strahlung, zum Beispiel von der Sonne. Wir wissen, dass die meisten Hautkrebserkrankungen, einschließlich Melanomen, durch lange Einwirkung der Sonne verursacht werden. Daneben ist das natürlich vorkommende Radon-Gas insbesondere mit der Entstehung von Lungenkrebs in Verbindung gebracht worden.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir die Ursachen vieler Krebserkrankungen nicht kennen und dass es häufig mehr als eine Ursache für Krebs gibt. Auch wenn Krebs in jedem Alter auftreten kann, ist das zunehmende Alter eines der größten Risiken in den Entwicklungsländern.