Lungenkrebs

Jährlich erkranken in Deutschland rund 50.000 Menschen an Lungenkrebs, auch Lungen- oder Bronchialkarzinom genannt. In über 90 Prozent der Fälle sind die Geschwülste der Lunge bösartig. Etwa 35.150 Männer und 15.180 Frauen erkranken. Die Zahl der Neuerkrankungsfälle bei den Frauen steigt stetig, da immer mehr Frauen rauchen. Sowohl unter Männern als auch unter Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste bösartige Tumorerkrankung.

Es gibt verschiedene Arten von Lungenkarzinomen. Besonders bösartig ist das so genannte kleinzellige Lungenkarzinom, das sehr schnell wächst und sich schnell im Körper ausbreitet. Die nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome wachsen langsamer und haben deshalb insgesamt eine bessere Prognose. Mehr als 80% aller Lungenkarzinome sind nicht-kleinzellige Lungenkarzinome, kleinzellige Lungenkarzinome treten in weniger als 20% der Fälle auf.

Lungenkrebs tritt überwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf. Das Durchschnittsalter der an Lungenkrebs Erkrankten liegt bei Mitte 60. Das Erkrankungsrisiko nimmt mit dem Alter zu.

Lungenkrebs ist selten heilbar. Im Jahr 2006 verstarben in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 40.771 Patienten an einem Bronchialkarzinom.

Etwa 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle sind auf das Rauchen zurückzuführen. Zigarettenrauch enthält zahlreiche krebserzeugende Substanzen. Ein erhöhtes Risiko haben auch Passivraucher. Substanzen wie Asbest, so genannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, und ionisierende Strahlung können die Entstehung von Lungenkrebs ebenfalls begünstigen.