Darmkrebs

Darmkrebs zählt bei Männern und Frauen zu der zweithäufigsten Tumorerkrankung. In Deutschland erkranken nach Angabe des RKI jährlich 73.000 Menschen neu an dieser Tumorart, rund 26.700 sterben daran.

Unter dem Begriff Darmkrebs werden Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom), des End- und Mastdarms (Rektumkarzinom) und des Darmausgangs (Analkarzinom) zusammengefasst und als kolorektales Karzinom bezeichnet. Krebs im Dünndarm und im Analbereich sind selten. Am häufigsten tritt der Darmkrebs im Enddarm auf.

Darmkrebs tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf. Das Durchschnittsalter beträgt bei Männern 69 Jahre, bei Frauen ist es mit 75 Jahren erheblich höher. Bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung ist Darmkrebs heute heilbar.

Vorläufer der Krebserkrankung sind in vielen Fällen sogenannte Darmpolypen. Diese oft gutartigen, pilzähnlichen Geschwulste im Dickdarm entarten bei etwa 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen im Laufe der Zeit und werden zu Krebszellen. Daneben gelten chronisch-entzündliche Darmkrankheiten ebenfalls zu den Risikofaktoren, ebenso wie eine ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung, regelmäßiger Alkoholkonsum, wenig Bewegung und Übergewicht.

Darüber hinaus gibt es eine Form von Darmtumoren, die im Zusammenhang mit den vererbbaren Erkrankungen "Familiäre Adenomatöse Polyposis" (FAP) und "Hereditäres nicht polypöses Colon-Carzinom" (HNPCC) steht.